Wandern macht mehr…

Wandern begeistert die Menschen seit mehreren hundert Jahren. Es entsteht ein Dialog zwischen den Generationen, denn noch nie erreichte das Wandern so unterschiedliche Altersgruppen. Wir bieten Angebote für alle Zielgruppen - Kurzstrecke, Langstrecke , Radfahren oder Nordic Walking – für jeden ist etwas dabei. Wandern und das Naturerlebnis schaffen eine Verbindung zwischen allen Gesellschaften und verbinden die Menschen auf eine ganz besondere Art und Weise.

Sommer, Wind und Rosen: Kurzwanderung rund um Seppenrade

Trotz angekündigter hochsommerlicher Temperaturen machten sich die Wanderführerinnen Birgit und Doris gut vorbereitet auf den Weg nach Seppenrade. Für den Fall, dass die Hitze die Wanderlust dämpfen sollte, hatten sie bereits eine verkürzte Route durch die Wolfsschlucht bis zum Bauernmarkt im Seppenrader Rosengarten im Blick. Doch es kam anders: Eine Wanderfreundin erschien bestens gelaunt und voller Tatendrang am Bahnhof, eine weitere stieß später direkt in Seppenrade zur Gruppe. Schnell war klar: Die geplante Kurzwanderung wird wie vorgesehen in Angriff genommen.

Von Seppenrade aus führte die Tour zunächst durch Feld und Flur in die Bauerschaft Tetekum und anschließend durch die reizvolle Landschaft der sogenannten „Seppenrader Schweiz“. Ein angenehmer Wind sorgte unterwegs für willkommene Abkühlung, sodass die schönen Ausblicke und abwechslungsreichen Wege trotz der Wärme in vollen Zügen genossen werden konnten. Am Rastplatz „Gerichtsstätte Dingerfeld“, der von den Seppenrader Schützenbrüdern errichtet wurde, legten die vier Wanderfreundinnen eine ausgiebige Rast ein, bevor es zurück Richtung Seppenrade ging.

Entlang des Dorfrandes und durch die Wolfsschlucht erreichte die Gruppe schließlich den Seppenrader Rosengarten. Dort wartete mit dem traditionellen Bauernmarkt der Landfrauen ein besonders schönes Ziel. Zwischen blühenden Rosen, liebevoll gestalteten Ständen mit Handarbeits- und Handwerkskunst, interessanten Informationsangeboten und kulinarischen Köstlichkeiten klang der Wandertag in stimmungsvoller Atmosphäre aus. So wurde die Kurzwanderung trotz sommerlicher Temperaturen zu einem rundum gelungenen Erlebnis.

 

Zwischen Ruhrtal, Bergbaugeschichte und Weitmarer Holz

Am Sonntag, 14.06.2026, machten sich acht Wanderbegeisterte, darunter zwei Gäste, auf den Weg, den Bochumer Süden zu erkunden. Von Haltern aus ging es mit Zug und U-Bahn ins Naherholungsgebiet Weitmarer Holz, wo sich die Gruppe vorbei am Wildtiergehege mit Damwild, Mufflons und Wildschweinen hinab in Richtung Ruhr auf den Weg machte. Unterwegs begleitete ein Stück des Bergbauwanderwegs Bochum die Wandernden – mit historischen Bergwerksstätten und informativen Tafeln, die spannende Einblicke in die Geschichte des Bergbaus in der Region boten.

Doch bevor die Ruhr erreicht wurde, wartete noch eine besondere Herausforderung: Der Weg über den Henkenberg erwies sich als fast alpin steil und hielt einige Hindernisse bereit. Die Mühe wurde jedoch mit einem weiten Blick über das Ruhrtal, hinüber nach Hattingen und zur Blankenburg auf der anderen Ruhrseite belohnt. Nach einer kurzen Rast führte die Strecke hinab in das Naturschutzgebiet „Ruhrauen Stiepel“, eine von Wiesen und Weiden geprägte Landschaft, die vielen geschützten Vogelarten Lebensraum bietet. Anschließend erreichte die Gruppe die historische Schleuse Blankenstein, die im 18. Jahrhundert zur Schiffbarmachung der Ruhr errichtet wurde. Auf dem alten Leinpfad ging es ein kurzes Stück am Fluss entlang, bevor die Wanderung wieder Richtung Bochum-Weitmar führte.

Über den Pilgerweg des Bistums Essen, vorbei am Grubenwasserabfluss der ehemaligen Zeche „Friedlicher Nachbar" und hinauf zur Sternwarte Bochum, bot die Tour noch einmal abwechslungsreiche Eindrücke. Nach rund 13 Kilometern hatten sich alle die Einkehr im Biergarten des Restaurants Forsthaus redlich verdient. Gut gestärkt ging es anschließend zügig durch das Weitmarer Holz und vorbei am Wildgehege zurück zur U-Bahn-Haltestelle – rechtzeitig für die Rückfahrt nach Haltern.

 

Mit Aussicht ans Ziel – Hermannshöhenweg Etappe 4 geschafft

Früh am Freitag, 29.05.2026, machte sich eine kleine Wandergruppe auf den Weg zur 4. Etappe des Hermannshöhenwegs von Bad Iburg nach Dissen. Zunächst ging es mit dem Auto zum späteren Zielpunkt am Bahnhof Bad Rothenfeld-Dissen, von dort weiter mit dem Linienbus zurück zum Start in Bad Iburg. Schon zu Beginn war klar: Diese Etappe würde die Gruppe fordern. Hohe Temperaturen und schwül-warmes Wetter waren angekündigt, doch die schattigen Waldpassagen des Naturparks Teutoburger Wald sorgten unterwegs für etwas Erleichterung.

Anspruchsvoll blieb die Tour dennoch, denn gleich drei kräftige Anstiege mit Steigungen von bis zu 15 Prozent verlangten den Wandernden einiges ab. Am Nachmittag war das Etappenziel erreicht: der Aussichtsturm an der Steinegge. Dort wurde erst einmal eine wohlverdiente Pause eingelegt. Zwei besonders Ausdauernde ließen es sich jedoch nicht nehmen, zusätzlich die Wendeltreppe hinauf zur Aussichtsplattform des Fernmeldeturms zu steigen. In 25 Metern Höhe wurden sie mit einem beeindruckenden Panoramablick über den Teutoburger Wald, das Wiehengebirge und bis ins Münsterland belohnt.

Damit war die Etappe zwar geschafft, doch der Weg war noch nicht ganz zu Ende: Der Abstieg nach Dissen und die letzten Meter bis zum Bahnhof zogen sich spürbar. Umso besser schmeckten am Ende des Tages das kühle Bier und das wohlverdiente Essen bei der Einkehr in einem Landgasthof auf der Rückfahrt.

 

Radeln, erleben, genießen – der Verein auf Tour

Mit zwei abwechslungsreichen Touren hat der Verein in den vergangenen Tagen erneut gezeigt, wie aktiv und gesellig das gemeinsame Radfahren sein kann. Bereits Ende Mai führte die Freitagsfahrradtour in den Dülmener Wildpark. Trotz angekündigter Hitze und Unwetterwarnung ließen sich sieben Teilnehmende nicht von der Tour abhalten. Auch nachdem sich ein Mitradler in Sythen verabschieden musste, setzte die Gruppe die Fahrt mit viel Elan fort. Zwei Pausen unterwegs boten Gelegenheit zum Austausch und zur Erholung, bevor es weiter durch die sommerliche Landschaft ging. Bei Temperaturen um 30 Grad suchten nicht nur die Radfahrenden, sondern auch die Tiere im Wildpark lieber den Schatten, sodass kaum jemand an Fotos dachte. Einen besonders schönen Abschluss fand die Tour bei der herzlichen Einkehr am Campingplatz Naturpott mit leckerem Essen und kühlen Getränken. Kaum wieder zu Hause angekommen, öffnete der Himmel schließlich doch noch seine Schleusen – ein passender Ausklang nach rund 40 Kilometern auf dem Rad.

Nur wenige Tage später stand am Fronleichnamstag bereits die nächste Ganztagesradtour auf dem Programm. Neun Radfahrbegeisterte, darunter vier Gäste, starteten trotz eher durchwachsener Wetteraussichten motiviert am Bahnhof Haltern. Die Strecke führte entlang des Halterner und Hullerner Stausees bis nach Lüdinghausen, wo die Gruppe im Landgasthaus Kastanienbaum eine gemütliche Pause einlegte. Gut gestärkt ging es anschließend vorbei am Haus Visbek und durch das Naturschutzgebiet Borkenberge zurück Richtung Haltern. Fast am Ziel zeigte sich das Wetter noch einmal von seiner nassen Seite und bescherte der Gruppe einen kräftigen Regenschauer. Dennoch kamen alle zufrieden, wohlbehalten und mit vielen schönen Eindrücken im Gepäck wieder in Haltern an. Beide Touren machten deutlich, dass beim Verein nicht nur die Bewegung an der frischen Luft, sondern auch Gemeinschaft, gute Gespräche und die Freude am gemeinsamen Unterwegssein im Mittelpunkt stehen.

 

Senioren-Treff 2026

Der Seniorentreff des SGV Haltern, erstmals im März 2025 angeboten, ist zwischenzeitlich zu einer beliebten Institution geworden. Daher wird dieses Angebot für die mobilitätseingeschränkten Mitglieder des SGV Haltern im Jahr 2026 fortgesetzt. Bei den monatlichen Treffen mit Kaffee und Kuchen können die Teilnehmer in gemütlicher Runde einen geselligen Nachmittag verbringen.

Die monatlichen Treffen finden jeweils um 15:30 Uhr im Kolpingtreff Haltern, Disselhof 26, statt.

Termine für das Jahr 2026 sind:

            14.01., 11.02., 11.03., 22.04.,13.05., 10.06., 08.07., 12.08., 09.09., 14.10., 18.11. sowie 16.12.2026. 

Weitere Informationen zum Seniorentreff gibt der 1. Vorsitzende Klaus-Dieter Lauterhahn gerne telefonisch unter 02364-25 93. Der SGV Haltern freut sich über jede Teilnahme und hofft, noch mehr Mitglieder mit diesem Angebot zu erreichen.

Gemeinschaft leben – auch ohne Wanderung.

Presse-Hinweis

Neben der Halterner Zeitung berichtet auch das ONLINE-PORTAL "haltern.live" über die Aktivitäten des SGV Haltern.